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Programm-Tipp

Montag Mai 10, 2010

Welcome to South Africa!

Der erste Morgen in Kapstadt war allerdings ernüchternd. Ich musste die Augen gar nicht erst öffnen, um zu wissen, dass der Tag wettertechnisch bescheiden werden würde. Draußen tobte seit Stunden ein Sturm und das mit einer erschreckenden Konstanz. Der Blick aus dem Fenster war nicht vielversprechender. Dichte, tiefhängende Wolken. Und vom Tafelberg war weit und breit nichts zu sehen, verschwunden unter dicken Wolken bei kalten 15 Grad. Dazu kam der Regen. Herbst am Kap. Nach monatelangem Sonnenschein auf meiner Reise war das ein Schlag ins Gesicht. Zum ersten Mal konnte ich Freunde und Kollegen verstehen, die mir immer wieder beschrieben und darüber geklagt haben, wie kalt und grau der Winter in Deutschland war. Wenn man selber wochenlang nur in T-Shirts und kurzen Hosen unterwegs ist, fehlt einem dafür das Verständnis. Heute, Wochen später bin ich in der Lage es aufzubringen. Es ist wohl zu spät...



Der Winter im Western Cape, so heißt die Region rund um Kapstadt, hat allerdings auch seine schöne Seiten. Und die sind berechenbar. Zumindest einigermaßen. Nach vier Tagen Regen und Wind folgen zumeist zwei bis drei sonnige Tage. So war ich gestern dann bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein wieder in kurzen Hosen und Flipflops unterwegs. Auch das ist der Herbst am Kap. Mein Tipp an alle Fussballfans, die sich bald auf den Weg nach Südafrika machen: Packt sowohl Pudelmütze als auch Badehose ein.



Nachdem ich mich mit wärmeren Klamotten eingedeckt hatte, habe ich mich als erstes auf den Weg zum WM-Stadion gemacht. Ein Neubau mitten im Herzen der Stadt, direkt am Atlantik. Beindruckend. Eine Perle, wie ich finde, in die fast 70-tausend Fussballfans passen. Vor einem Jahr war ich schon einmal in Kapstadt. Da war das Stadion noch eine ordentliche Baustelle. Heute wenige Wochen vor Anpfiff ist das Stadion fertig. Nur drum herum, wird immer noch gewerkelt. Pflastersteine werden verlegt, Hinweisschilder angebracht und Bauschutt weggefegt. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, und habe ein wenig mitgeholfen...

 

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