Kurioser Kontinent
Ägypten: Es gibt etwas, was ich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gern ans Herz legen würden. Über den Ampeln hier hängen große Uhren auf denen countdownmäßig die Sekunden runtergezählt werden, bis die Ampel wieder auf grün wechselt. Da weiß man sofort, ob man in der Rotphase noch eben eine SMS schreiben kann, Mama anrufen oder den Artikel im XXX zu Ende lesen.
Sudan: Kaum ist man geboren, fängt man hier an zu sparen: für die Hochzeit. Heiraten im Sudan ist unglaublich teuer. 50.000 Euro ist nicht´s ungewöhnliches. Dafür wird auch jeder eingeladen, den man irgendwann in seinem Leben mal gesehen hat. 1000 Gäste kommen da schnell zusammen. Das Essen allerdings ist echt enttäuschend. Auf einem Teller mit Frischhaltefolie abgedeckt bekommt jeder Gast ein paar kalte Fleischstücke, labbrige Kartoffelchips, ein Brötchen und 2 Oliven. Aber man geht ja auch nicht zum Essen hin, sondern zum schauen. Und die wunderschönen bunten, glänzenden Kleider der Frauen sind beeindruckend.
Aber selbst bei der Hochzeit ist Küssen verboten!
Äthiopien: Wenn es nicht gerade Regenzeit ist in Äthiopien, ist es heiß hier, und die Fliegen sind in Armeestärke unterwegs und lästig. Pferde haben den Vorteil, einen langen Schweif zu haben und damit durch geschicktes Wedeln die Fliegen zu vertreiben. Die Menschen hier können das auch. Aus Pferdehaaren haben sie sich Peitschen gebastelt und geiselmäßig peitschen sie sich damit aus. Sieht komisch aus, vertreibt aber die Fliegen.
Uganda: Schlechte Dinge muss man sich nur schönreden, dann sind sie nicht mehr ganz so schlecht. Gilt bei uns in Deutschland genauso wie in Afrika. Die Strassen in Uganda sind größtenteils eine wahre Herausforderung für jeden Autofahrer. Ein Schlagloch schlägt das nächste, und oftmals ist die Bezeichnung „Strasse“ ein unangebrachtes Komplimente für sandige Holperpisten. Steven, unser Fahrer zu den Gorillas, war ein Meister im Schönreden. Sobald wir auf einer Holperpiste durchgeschüttelt wurden, meinte er: that´s Uganda-Massage!
Eingestellt am 10 Apr, 2010, um 12:19 Uhr von Jörg Poppendieck in unterwegs | Kommentare[0]





