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  • Solar Declathon Europe (SDE) 2010

    Der solare Zehnkampf

    „A single bright idea to test the power of the sun“ – dieser Gedanke gilt auch heute noch als Leitmotiv des internationalen Hochschulwettbewerbs Solar Declathon. Beim „solaren Zehnkampf“ wetteifern Studenten aus der ganzen Welt alle zwei Jahre um die Errichtung des effizientesten und innovativsten Solarhauses, dessen Energiebedarf vollständig über Sonnenenergie gedeckt wird. Dabei gilt es moderne Architektur mit erneuerbaren Energien in Einklang zu bringen und zugleich hohen Komfort und Lebensqualität zu gewährleisten. Da das Haus auch als Prototyp für künftiges Wohnen dienen soll, ist über den architektonischen und technischen Anspruch hinaus ein gut durchdachtes Marketingkonzept ebenso gefragt wie ein ausgereifter Entwurf zur nachhaltigen Nutzung. In diesem Jahr findet der 2002 in den USA ins Leben gerufene Wettbewerb zum ersten Mal in Europa statt.

    Ziele

    Die Hauptziele des Solar Declathon sind es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie durch die Symbiose von Technik und Architektur ein Leben im Einklang mit der Natur und den vorhandenen Ressourcen gelingen kann. Daneben soll das Wissen um die aktuellen Möglichkeiten energieeffizienten Bauens und die Nutzung regenerativer Energien ebenso gefördert werden wie die Markteinführung innovativer Solartechnologien.

    Die Teilnehmer

    Neben sechs spanischen, zwei französischen und zwei US-amerikanischen Teilnehmern sind auch die Länder Mexiko, China, Finnland und Großbritannien vertreten. Vier Teams kommen aus Deutschland, eines davon aus Berlin: das Projekt Living EQUIA ». Living EQUIA vereint Studierende aus drei der größten Hochschulen der Hauptstadt, gemeinsam arbeiten sie bereits seit eineinhalb Jahren an ihrem Sonnenhaus. Baubeginn » ist Anfang Februar auf dem Gelände der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin-Oberschöneweide. Im Mai wird das Haus dann wieder in seine Einzelteile zerlegt und per LKW zum großen Finale nach Madrid transportiert.

    Das Finale – Die „Villa Solar“

    Den Höhepunkt des Wettbewerbes bildet die einwöchige Ausstellung „Villa Solar“ vom 18.-27. Juni in Madrid. Auf einem 30.000 qm großen Gelände direkt vor den Toren der Altstadt und vis à vis zum Spanischen Königspalast präsentieren alle 20 Finalisten ihr Sonnenhaus der Weltöffentlichkeit.

    Die Veranstalter rechnen mit mehr als 100.000 Besuchern, was die Teams vor eine besondere Herausforderung stellt: um jedem Interessenten die Möglichkeit zu bieten, das Haus eingehend und detailliert zu besichtigen, muss eine Atmosphäre geschaffen werden, die eine lange Warteschlange vermeidet und es gleichzeitig erlaubt, ausreichend Informationen visuell oder interaktiv zu vermitteln. Wir gut dies gelöst ist, fließt in die abschließende Bewertung mit ein.

    Die zehn Teildisziplinen

    Zum Finale werden die Konzepte und das gebaute Haus von einer fachübergreifenden Jury bewertet. Neben den erprobten Einzeldisziplinen Architektur, Konstruktion & Verarbeitung, Solare Systeme, Elektrische Energiebilanz, Wohnqualität, Haustechnik, Kommunikation & Information sowie Marktfähigkeit werden die Häuser zum ersten Mal auch in den Kategorien Innovation und Nachhaltigkeit beurteilt.