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  • Donnerstag Aug 14, 2008

    Weit ist der Niederrhein

    Ein Jahr in der zweiten Liga hat der Borussia aus
    Mönchengladbach gereicht. Das Dream-Team vom Niederrhein, wie es im
    rührseeligen Vereinslied heißt, was vor jedem Heimspiel 50.000 Menschen singen,
    ist wieder Zuhause. So weit die offizielle Propaganda. Nach Jahren des Geld machens
    und Geld verpulverns, hat sich das sogenannte „Kaufhaus des Westens“ mit dem
    Trainer Luhukay und dem Manager Ziege auf eine sportlich und charakterlich
    zielstrebige Arbeitsweise geeinigt. Auch wenn die Marketingmaschine wie geölt
    läuft und die Presseabteilung an Putin erinnert. Der Hyp der am Niederrhein um
    diese Mannschaft gemacht wird, ist hier in Berlin und Brandenburg kaum zu
    verstehen. Hertha BSC ist nach wie vor ein Retortenprodukt ohne Bindung zur
    Seele der Hauptstadt. Union Berlin ist in Köpenick zuhause und sieht weder die
    Chance am Prenzlauer Berg bei Gastspielen zu einer Art St. Pauli Berlins zu
    werden, noch möchte man seine radikalen Fans kontrollieren. Gladbach dagegen
    ist ein klinisch sauberer Verein, der aber den Herzschlag der Region angibt. Die
    Borussia ist Gladbach und nicht umgekehrt. Der Ursprung liegt sich in der
    legendären Fohlenelf mit Netzer, Vogts, Bonhof, Stielike und anderen. Die
    Region ist wirtschaftlich relativ gesund und so muss dieser Verein die
    Sehnsucht nach dem wahren Leben kanalisieren, da hat man in Berlin ganz andere
    Möglichkeiten. Über diesen Verein und seine Fans möchte ich hier berichten.

     

     

    Montag Aug 11, 2008

    Wie stehe ich zu Klinsi?

    Muß einem Jürgen Klinsmann jetzt schon leid tun? 0:1 gegen Mailand und im Pokal in Erfurt mit Ach und Krach 4:3 gewonnen. Worauf soll man sich denn mehr freuen? Darauf, dass PR-Profi Klinsmann so richtig schön scheitert? Oder darauf, dass er es den ewig zickigen Ullis und Kalles mal so richtig zeigt? Geht nicht Beides? Sonderbare Gedanken macht man sich so kurz vor Saisonbeginn. Wünscht man Kloppo Erfolg in Dortmund? Findet man in der neuen Saison irgendwann auch Hertha BSC sympathisch.  Seit Sonntagabend ist mir Hertha jedenfalls ein bischen sympathischer , was an Christian Fiedler liegt. Der knieverletzte Torwart war mein Studiogast im SPORTPLATZ (rbb-Fernsehen, immer sonntags 22.45 Uhr) und konnte so überhaupt nicht meine Verwunderung verstehen, dass Profis auf Reisen in Doppelzimmern untergebracht werden. Immerhin ist Fiedler 33 und zweifacher Familienvater. Muß man da auf Dienstreisen wirklich noch mit einem anderen Kollegen das Zimmer teilen? Fiedler findet das völlig normal und das hat ihn mir irgendwie liebenswert gemacht. Nur die Sache mit Klinsmann………..

    Donnerstag Jul 17, 2008

    Fußball-Blogger für die Bundesliga gesucht

    Nach dem großen Erfolg unseres EM-Weblogs ist klar: Wir machen weiter. Auf vielfachen Wunsch wird es in der neuen Bundesliga-Saison den radioeins-Fußball-Blog geben.

    Gesucht werden Blogger, die über ihre Lieblingsvereine in der 1., 2. oder in der neuen 3. Liga schreiben.

    Wie können Sie mitmachen? Schreiben Sie einen repräsentativen Kommentar über Ihre Lieblingsmannschaft auf diesen Blog-Eintrag. Die besten Blogger bekommen ab Saisonstart ein eigenes Login für den radioeins-Fußball-Blog und dürfen Fußball-Geschichte mitschreiben – tausende Leser garantiert. Die radioeins-Redaktion wählt aus und wird Sie informieren – Mail-Adresse bitte nicht vergessen. 

    Montag Jun 30, 2008

    Das war’s dann mit uns – Ich mach Schluss!

    Nein kein Lamento, keine Depression, keine Wehmut und kein Vertrösten auf die WM 2010. Auch keine Durchhalteparolen oder Schicksalshaderei. Die EM ist vorbei. Spanien ist Europameister. Deutschland zweiter. Mehr war nicht drin, sind wir doch einfach faire Verlierer!

    In den letzten Wochen haben wir Fußballfans uns viel angetan. Sogar Waldis EM-Club, Nachgetreten und Maischberger. Tief enttäuschten uns die Iren und die Rumänen! Die Türken haben uns lange gequält. Die Österreicher haben zuwenig Ball gegessen und zuviel gesungen. Ich hoffe, Sie haben sich durch Ihre Teilnahme an diversen Tippspielen nicht die Freude am Fußball nehmen lassen. Haben Sie meine Ratschläge für die letzten Tipps befolgt? Oder sind Sie sowieso nur zur Teilnahme genötigt worden? Apropos: Unser Uli hat das Tippspiel überlebt und ist auf Platz 6 notgelandet!

    Im Viertelfinale waren fast nur die üblichen Verdächtigen. Aber nicht alles war wie immer. Europameister ist die Mannschaft mit dem höchstens Ballbesitz geworden. Eigentlich hätten wir das nicht zulassen dürfen! Denn wir hatten Sie schon abgeschrieben – aus statistischen Gründen. Wo sind eigentlich Gomez und Eusebio? Und warum war die EM eigentlich schon entschieden, bevor der erste Anpfiff ertönte? Die Wahrheit lag in Wien! Auch, wenn die EM jetzt vorbei ist, Ursi verrichtet klaglos und unaufhörlich weiter seinen Dienst.

    Mit der EM endet auch meine Schreibbegleitung im radioeins EM-Blog. Es hat Spaß gemacht! Mein selbst gestecktes Ziel – pro Tag einen Beitrag schreiben – hab ich fast erreicht. Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen für Sie interessanten Gedanken formulieren oder Ihnen – bei den nicht ganz so ernsten Beiträgen – wenigstens ein Schmunzeln entlocken! Wenn mal die Pferde mit mir durchgegangen sind und der Nonsens überhand genommen hat, sorry – ich kann nicht anders!

    Eine Erfahrung habe ich gewonnen: Bloggen kann tatsächlich Spaß machen. Wenn es zwanglos ist, auch morgens um 6 Uhr 45 vor der Arbeit. Meinen Senf werde ich sicher weiter zu irgendwelchen Dingen abgeben. Ich harre der Dinge, die da kommentiert werden müssen! Die nächste WeEm! in Deutschland findet übrigens 2011 statt. Ja, wirklich!

    So, lieber radioeins Blog, das war’s dann mit uns – Ich mach Schluss! Man liest sich wieder, spätestens 2010. Ich wünsche allen Lesern und allen Mitbloggern eine wunderbar schöne fußballlose Zeit!

    Herzliche Grüße, Ihr Rico Ros

    Keine Worte für die Niederlage? Wer ist der Tröster der Nation?

    Was für ein Montagmorgen in Deutschland – Was für ein trauriges Ende der selbst erfundenen nationalen Euphorie – Sicher die Spanier waren die bessere Mannschaft und das beste Team dieser EM. Doch die Euphorie in Deutschland war noch größer als zur WM 2006 im eigenen Land. Von Berlin bis zur Zugspitze herrschte schwarz-rot-goldene Zuversicht und dann so eine Niederlage.

    Ich will ja kein Trainer sein – Aber wer hat denn noch mit dem 1:1 gerechnet als Joachim Jogi Löw mit Kevin Nutella Kuranyi und dem 40 Millionen Stürmer Mario Gomez ankam. In solchen Situationen muss man einen schnellen Mann wie Oliver Neuville bringen. Oder diese Fehlpässe welche ein Hitzelsberger gespielt hat und die Harmlosigkeit eines Ballacks, da bringt man dann (wie im WM Spiel gegen Argentinien) einen Borowski rein. Doch der Joachim ist halt ein sturer Bock und kein Heißmacher wie der Klinsmann.

    Nach der verdienten Niederlage gegen Kroatien – haben Sie hier auf Radio Eins gefragt – wer ist Schuld an der Niederlage – und die Anrufer nannten dann Ballack und Gomez und den Trainer Löw, der einen Odonkor einwechselte. Naja, nun herrscht schweigen im Walde. Keine großen Worte unserer Fußballkanzlerin – oder des Bundeshorstes – Sie wollten Sieger sein – wir auch. Der Sportphilosoph Gunter Gebauer bezeichnete die Kanzlerin bei ihren Auftritten im Stadion als „motorisch extrem unbegabt“ – im Unterschied zu ihrer politischen Taktik. Ein großer Teil der Bundesbürger hat Zweifel am Fußballverstand von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut einer repräsentativen Umfrage der „Bild am Sonntag“ sprechen 44 Prozent der Bundesbürger Merkel ab, dass sie etwas von diesem Sport versteht.
    Doch eine letzte Drohung hält Frau Merkel noch bereit für uns: „Ich habe zu Ballack gesagt, dass wir noch ein bisschen warten müssen, bis wir ganz doll zusammen feiern können, aber dass wir uns langsam hocharbeiten.“ – die Frau will also 2012 dieses Land noch regieren und dann Ballack aufstellen.

    Trösten kann uns da neben der Kopfschmerztablette nur unser Günther Netzer, der übrigens sehr elegant, ein rotes und ein gelbes Tuch zum schwarzen Anzug trug. „Auch von meiner Seite Glückwunsch an die Spanier. Sie waren die beste Mannschaft des Turniers, haben außer gegen Italien fast ein perfektes Turnier gespielt. Die deutsche Mannschaft ist im Wachstum begriffen, aber heute wurden ihr die Grenzen aufgezeigt. Die Spanier sind eine eingespielte Mannschaft, da müssen wir hin.“

    Schöner noch kann das nur die Poesie. Wie der Dichter Rudyard Kipling (Autor vom Dschungelbuch und Nobelpreisträger 1907)1909 schrieb als er bereits wusste das England bei der EM 2008 nicht dabei sein wird: Wenn du dich nicht verlierst in Deinen Träumen
    Und Du nicht zeitlos wirst in Deinem Geist
    Wenn Du Triumph und Niederlage hinnimmst,
    Beide Betrüger gleich Willkommen heißt
    Wenn Du in unverzeihlicher Minute
    Sechzig Minuten lang verzeihen kannst:
    Dein ist die Welt – und alles was drin ist
    Und was noch mehr ist – dann bist Du ein Mensch!

    Einen schönen Sommer wünscht
    Andreas Geil
    www.andreas-geil.de

    Ich hätte es wissen müssen

    Tja, ich hatte 2:0 getippt. Hätte es also wissen müssen, schließlich lag ich mit meinen Tipps meist daneben bei der EM. Hätte ich !:0 für Spanien tippen sollen, hätte das der DFB-Elf im Finale Glück gebracht? Vielleicht ist für ein paar Tage Verdrängen jetzt ein gutes Rezept. Im August beginnt die neue Bundesligasaison und dann lenken uns auch die Olympischen Spiele ein wenig ab.
    Und überhaupt waren es drei schöne Wochen. Paul (2) kennt inzwischen die Namen fast aller deutschen Spieler und überhaupt zeigt die Tendenz ja nach oben.
    Mit Klinsmann ist die deutsche Elf bei der WM 2006 Dritter geworden, unter seinem einstigen Assistenten Löw reichte es jetzt bei der EM zu Rang 2. Logische Folge: Jogis Assi Hansi Flick holt uns 2010 den Weltmeistertitel. Und dann ist ja doch alles irgendwie gut.

    Sonntag Jun 29, 2008

    In Wieno Veritas

    Heute Abend in Wien findet das Endspiel der EM 2008 statt. Langsam wird die Spannung fühlbar. Die Erwartungen an heute Abend sind so vielfältig wie die bisher gezeigten Leistungen der deutschen Nationalmannschaft.

    Die Pessimisten verweisen gerne auf die ersten 88 Minuten der Deutschen beim Spiel gegen die Türkei. Und vergleichen das mit der zweiten Halbzeit der Spanier beim Spiel gegen Russland. Jetzt noch diese Hiobsbotschaft. Ballacks Wade verletzt! Was, wenn es bei David Villa zu einer Spontanheilung kommt? Dessen mögliches Fehlen wird allgemein als Vorteil für die deutsche Mannschaft gewertet.

    Den Hyperoptimisten sind solche Überlegungen fremd. Wenn es nach denen geht, gewinnt Deutschland, eben weil sie Deutsche sind. Außerdem haben wir eine Turniermannschaft. Und die Flugbahn eines in den Elfmeterraum fliegenden Balles kann keiner so gut antizipieren wie Miro Klose. Einen macht der 100%ig! Zu Not gewinnen wir halt im Elfmeterschießen. Andy Köpke hat sicher schon einen kleinen Zettel für Lehmann vorbereitet.

    Es gibt aber noch eine dritte Spezies! Die "Gelassenen". Die echten Fußballfans. Also denjenigen, die sich heute Abend beim Public Viewing das Olé verkneifen müssen, wenn aus dem spanischen Mittelfeld mal wieder ein sensationeller Ball geschlagen wird. Oder wenn deren Kurzpassspiel über 15 Stationen läuft. Ein Fußballfan genießt ein Spiel auch, wenn er taktische Raffinesse in höchster Vollendung sieht. Wenn sich die Mittelfelder neutralisieren oder eine intelligente Raumdeckung die freien Mitspieler des Gegners rar macht. Unsere Begeisterung zeigen dürfen wir hemmungslos, wenn wir deutsche Tore sehen, wie das 1:0 gegen Portugal oder das 3:2 gegen die Türken. Weil das fast schon brasilianisch war!

    Die Chancen taxieren wir mit 50:50. Und, wenn Spanien gewinnt? Wir bekommen keine Depressionen und wir werden keine Tränen vergießen, wenn es heute Abend nicht für uns ausgeht. Wenn es ein Spektakel war, mit vielen Toren, vielen Wendungen, vielen überraschenden Spielzügen wird es ein toller Fußballabend gewesen sein.

    Ein bisschen Trost für die Pessimisten haben wir: Die Spanier haben im Viertelfinale glücklich das Elfmeterschießen gewonnen. Davor die 120 Minuten gehörten zu den langweiligsten, die wir bis dato gesehen hatten. Spannend war das nur, weil es 0:0 stand. Das Halbfinale? Clever gespielt! Man kann das auch einfach als „effizient“ bezeichnen. Nach Effizienz betrachtet, steht es also 1:1 zwischen Spanien und Deutschland.

    Den Optimisten sagen wir, dass Fußball ungerecht ist. Es gewinnt nicht die sympathischere oder die besser spielende Mannschaft! Manchmal gewinnt eben die effizientere. Das könnte heute sogar ein Vorteil für Deutschland sein. Denn wir werden heute Abend vielleicht keinen fußballerischen Leckerbissen sehen. Eher einen, bei dem die Effizienz entscheidet. Und da sind wir mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen! Wenn die Spanier toll spielen, wir aber gewinnen, sind wir Europameister! „B-Noten gibt’s nicht im Fußball“, pflegt jemand aus meinem Bekanntenkreis zu sagen.

    Über Ballack’s Verletzung erfahren wir erst heute Abend die Wahrheit. Vielleicht kommt es auch bei ihm zu einer Spontanheilung. Ein nicht seltenes Phänomen vor entscheidenden Spielen. Und wenn – wundersam genesen – David Villa bei den Spaniern aufläuft, sollte uns das nicht besonders interessieren. Deutschland hat im Viertelfinale Portugal geschlagen – trotz Ronaldo! Auch so ein "Überfußballer“.

    Vor dem Spiel wird es in Wien eine kleine Abschlussfeier geben. Singen wird der Spanier Enrique Iglesias. Ein Zufall? Bei der ARD läuft morgen um 14 Uhr die Sendung „ Die Deutsche Nationalmannschaft am Brandenburger Tor“. Ob das der Empfang des neuen Europameisters wird oder eine „Danke-für-eure-tolle-Unterstützung-Sendung“ wird heute Abend in Wien entschieden. Tick, tack, tick, tack – die Uhr läuft. Noch so ca. 10 Stunden. Dann geht es los! In Wieno veritas!

    Samstag Jun 28, 2008

    Nachgetreten vs. Waldis EM-Club - After The Game Shows auf dem Prüfstand – Part II

    „Nachgetreten“, die Show des ZDF, hatte ich bereits unter die Lupe genommen. Ich versprach Ihnen, die direkte öffentlich-rechtliche Konkurrenz ebenso zu analysieren! Hat ein wenig gedauert, ich gebs zu. Was also hat „Waldis EM-Club“ zu bieten?

    Das Konzept

    Waldemar Harmann lädt Prominente ein und diskutiert mit denen über die EM. Viele sind „Comedians“ (Matze Koop, Oliver Pocher), die älteren nennen sich lieber „Kabarettisten“ (Richard Rogler, Urban Priol, Django Asyl, Ludger Stratmann) andere „Fußballexperten“ (Michael Rummenige, Beppi Hickersberger, Hansi Müller, Toni Polster). Dazu kommen noch mehr oder weniger Prominente (Jörg Kachelmann, Klaus Meine, DJ Bobo, Hubertus von Hohenlohe).

    Damit nicht zuviel über Fußball geredet wird, sind die Comedians und die Prominenten immer in der Überzahl. Waldi gibt die Themen vor, die Gäste machen ganz spontan das Beste draus. Manchmal führt er lustige Interviews mit Prominenten, die eigentlich andere Prominente sind. Oliver Pocher spielt mal den Poldi, mal den Kahn, Matze Knoop gibt den Franz Beckenbauer.

    Die Themen sind vielfältig und hochspannend: „Abstimmungen im Bundestag“, „Sex vor dem Spiel“, „Poldis doppelte Staatsbürgerschaft“, das „Einkommen Ibrahimovićs“, „die total ausflippende Angela Merkel“, „die Russen im Stadion sind tatsächlich Menschen“, „Skifahren“ etc. Also alles Dinge, die wir schon immer wissen wollten.

    Der Teamchef

    Hartmann sitzt immer mittig zwischen seinen Gästen. Er spielt den Kumpel und den Bayer. Da kommen auch die meisten Gäste her. Waldi macht gerne auf Populist: „Also Fußball würde auch für Effizienz in der Politik sorgen. … dann könnten sie nicht soviel Blödsinn beschließen, nehme ich an.“ Wenn die Gäste nichts zu sagen haben oder nichts sagen sollen, hält er schon mal einen langen Monolog. Sein Weizenbier steht immer weit weg von ihm, so dass man denkt, er würde gar keins trinken. Daran ist bestimmt Rudi Völler schuld!

    Bei Waldi sitzt niemand einfach nur doof rum. Auch Klaus Meine wurde nur so ca. 5 Stunden ignoriert. Waldi hält seine Sendung für echt albern. Sonst würde er ja nicht ständig sagen: „Jetzt mal im Ernst!“ Er schmeißt so manchen Brüller in den Raum. „In der Ehe ist es wie beim Fußball. Meister wirst du nur, wenn du auch auswärts punktest!“ Ein dreifaches Tätä! Tätä! Tätä!

    Das Team

    Das optimale Team scheint Waldi noch nicht gefunden zu haben. Der Teamchef wirbelt die Mannschaft ständig durcheinander. Am 19.06 waren Klaus Meine, Richard Rogler und Beppi Hickersberger bei Waldi. Am 15.06 Jörg Kachelmann, Michael Rummenige und Django Asyl. Gestern Ludger Stratmann, DJ Bobo, und Hubertus von Hohenlohe.

    Die eingeladenen C-Prominenten sollen wahrscheinlich uns Zuschauer repräsentieren. Deren Beiträge sind immer sehr volksnah: Klaus Meine fordert „Rock you like a hurricane, Fußball ist Rock & Roll“. OK, die Scorpions sind halt schon 12 mal älter wie die Stones.

    Kachelmann mag schlüpfrige Zotten: „Lasst die Frauen und Freundinnen kommen ist ja eine Formulierung, der man nicht immer gerecht werden kann, als Mann“. Kachelmann war zum Thema „Fußball“ auch in dieser Sendung! Donnerwetter, braucht der das Geld? Django Asyl warnt allerdings davor, dass man auf das Niveau von Maischberger abrutschen könnte.

    Die Kabarettisten sind alle ziemlich alt und könnten einer Scheibenwischersendung von vor 120 Jahren entsprungen sein. Deshalb haben ihr Witze und kleinen Anekdoten auch oft so gar nichts mit dem zu tun, was Waldi als Thema vorgeschlagen hatte. Sogar das durch und durch besoffen gemachte Publikum lacht manchmal nicht.

    Das Fazit

    Nein, auch Waldis EM-Club kann ich Ihnen nicht ernsthaft empfehlen. Immerhin: Während bei „Nachgetreten“ der klassische Frontalunterricht zum Einsatz kommt, benutzt Waldi neueste pädagogische Erkenntnisse und begibt sich ganz partnerschaftlich unter seine Gäste. Die Zielgruppe dieser Sendung? Ich vermute: Alternde Scheibenwischerseher, Musikantenstadlfans oder Altenheimbewohner, die nicht schlafen können. Gehören Sie etwa zu einer dieser Gruppen?

    Jetzt mal im Ernst: Damit die ARD aus der werberelevanten Gruppe ein paar Zuschauer mehr hat, blenden die immer diesen Pocher ein. Der nervt! Insbesondere die Altenheimbewohner, die nicht schlafen können. Werbung gibts doch sowieso nicht um diese Uhrzeit bei der ARD! OK, die geben sich Mühe, mit der demographischen Entwicklung in Deutschland mitzuhalten. Das rechne ich denen hoch an. Aber Waldi! Müssen du und dein Team immer gleich zusammen auf 3467 Jahre kommen?

    Freitag Jun 27, 2008

    Perspektiven

    Aus der Sicht der Deutschen Mannschaft war das vielleicht ein schwaches Spiel, das Halbfinale gegen die Türkei. Machnidis jedoch fand es schön und spannend. Die Fussballartistik der Spanier im anderen Halbfinalspiel hat ihn geradezu entzückt.

    Und schon sind wieder zwei fussballfreie Tage zu überstehen. Ein bitterer Vorgeschmack auf die Nach-EM-Zeit. Doch noch steht das hoffentlich spannende Aufeinandertreffen von deutscher Gründlichkeit und mediterraner Ästhetik bevor.

    Machnidis trifft einen griechischen Landsmann, der ein T-Shirt trägt mit der Aufschrift: "Griechenland - Europameister 2004".
    Gern lässt sich Machnidis daran erinnern, dass bis zum Sonntag Griechenland amtierender Europameister ist.

    Griechenlandgeschichten: http://www.kthomas-berlin.de/gr/geschichten.html

    11 wirklich gute Gründe warum Spanien nicht Europameister werden darf

    Nach dem Spiel gegen Russland kamen mir ganz spontan mindestens 225412 wirklich gute Gründe in den Sinn, warum Spanien auf gar keinen Fall Europameister werden darf! 11 davon habe ich einmal aufgelistet:

    1. Der erste versteht sich von selbst: Die spielen gegen uns. Und gegen uns zu gewinnen wär ja doof für uns!

    2. Weil deren Gemüse mittlerweile schmeckt wie das aus Holland. Nur nach Wasser!

    3. Apropos Gemüse: In spanischer Paprika sind mittlerweile soviel Pestizide, dass man die nicht nur außen, sondern auch noch innen waschen muss. Pfui!

    4. Beim Wohlstandsvergleich könnte Spanien schon 2008 an Deutschland vorbeiziehen. Ja und? Siege muss man sich erarbeiten, die kann man nicht kaufen! Ätsch!

    5. Der FC Barcelona und Real Madrid zahlen ohne Ende Kohle für Spielertransfers und Gehälter. Das heizt europaweit die Inflation an. Das Bier wird immer teurer wegen denen!

    6. Rein statistisch gesehen, ist Spanien im Halbfinale gar nicht dabei gewesen. Wer hat da gestern gespielt? Die Holländer in spanischen Trikots? Mehr als das Viertelfinale war nämlich nicht drin die letzten 20 Jahre!

    7. Jürgen Drews kann auf spanischem Boden ungehindert den König von Mallorca spielen und so tun, als wäre er ein Landsmann von uns! Dabei kennen wir den gar nicht! Wer ist das?

    8. Spanien hatte in der Vorrunde mit Abstand den höchsten Ballbesitzanteil. Bitte weiter so! Wenn die den Ball nicht hergeben, können sie ihn ja auch nicht in unser Tor schießen!

    9. Die Spanier können das „r“ viel besser rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrollen als wir.

    10. Die Spanier machen mittags immer Siesta, während wir selbst bei 192 Grad Celsius noch knuffen wie die Blöden!

    11. Weil die Spanier die Italiener aus dem Turnier geschmissen haben. Das war bei unserem Tippspiel mein Europameistertipp. 8 Punkte haben die mir gestohlen!

    Poldi, Schweini, Lahmi, Klosi, Lehmi, Hitzli, Fridi, Merti, Metzi, Jansi, Balli, Rolfi, Fringsi ..... bitte rächt mich! Adelante Amigos! Venceremos!

    Donnerstag Jun 26, 2008

    Мы в финале!

    Теперь, все же, мальчики создали это до финала!

    Ich habe keine Ahnung, was dass heisst und will es auch gar nicht wissen. Es sieht aber gut aus! Heute morgen hab ich auf TV2 die Nachrichten geschaut und die Bilder vom Public Viewing auf der Fanmeile in Berlin gesehen. Und ich war sehr froh darüber, dass dies approx. 1800 km von mir entfernt ist. Mich erinnern diese Aufmärsche an die Hochzeit der Loveparade und im zweiten Gedanken an die Rosenmontagsumzüge in Köln oder Düsseldorf. Der einzige Unterschied ist, dass hier eine Kleidungskonformität herrscht zumindest eine Farbliche. Es ist ein Kostümfest, begründet mit Fussball, hervorgerufen durch perfektes Marketing. Und Schuld daran ist die WM im eigenen Lande! Vorbei waren die Zeiten, als Auskenner unter sich waren und in Ruhe und analytisch den Spielen folgen konnten. Diese Art des Fansein wurde in die Ligen verdrängt, meist sogar in die Tiefen dieser...bis ihn zu den individuell favorisierten Clubs der Heimatstadt. Wo sind die Zeiten hin, als man mit Auskennern in dunklen Kneipen saß wo sonst niemand rein ging? Wo man still war, im höchsten Fall ein paar knurrige Kommentare in seinen vom Nikotin gebräunten Bart murmelte? Weg ist sie auf nimmer wiedersehen.

    Nun muss man als Auskenner und Fussballgeniesser unvermitteltes gekreische feuchtflaumiger Narren und Närrinen ertragen. Meistens noch im Welpenalter. Kirmesmäßige Gesänge vierschrötiger Provinzflakhelfer...Quälende Analysen von Menschen die alle zwei Jahre Fussball schauen. Ich habe mich hier inzwischen in kleine Bars zurückgezogen um in Ruhe mir die Spiele anzusehen. Trotzdem allem schaffe ich es nicht mich diesen wahnsinnigen Party-Fans zu entziehen. Es versprach gut und entspannend zu werden gestern. Nur ich und ein Kollege in einer Mini-Bar gleich in der Nähe der Sagrada Familia. Das Bier kühl und frisch, ein Stuhl um die müden Knochen hochzulegen. 2min vor Beginn des Spiels stürmte die ganze "Ich bin Natioanmannschaft"- Partygesellschaft in die Bar, schon am Eingang die Natioanlhymne mitgrölend. Auch diese ist zu einem Karnevalsstück verkommen. Im Ballermann zu Chris Roberts kann man nicht besser singen. Alle tragen die volle Fan-Montur mit all den überflüssigen Dingen, mit denen uns die WM-Marketing-Maschine beschenkt hat. Ich habe es einfach so satt. Der Fussball ist viel populärer geworden, aber auch verkommen zu einer Massen-Amüsier-Histerie-Party-Maschine. Wie die Loveparade.

    All dass wäre nicht so schlimm, wenn diese Partygänger wenigstens ihre Gusche halten könnten. Aber sie können es nicht. Sie schaffen es einfach nicht. Und man merkt wie sich dieses Virus über die Welt ausbreitet. Man merkt es sogar hier in Barcelona. Da diese Stadt, genauso wie Berlin ein Schmelztigel aus den verschiedensten Nationen ist, Also ist egal welches Land spielt, irgendwer macht immer irgendwelchen Zinnober und Tam Tam. Luca Toni furzt...schon gibt es den italienischen Autokorso....Petric fällt der Stift runter...und Kroaten stürmen mit Fahnen durch die Altstadt...die Türken schiessen ein paar Meter am Tör vorbei...und jede Dönerbude explodiert mit Geschrei und 14 Tage werden Fahnen in Autofenster geklemmt. Jede popelige Gelegenheit wird genutzt um im Karnevalskostüm im Autokorso mit Gebrüll und Gejole durch die Strassen zu donnern. Schweinsteiger hat gehustet? "Schaaatzz wo ist der Autoschlüssel und die Fahnen..schnelll!"...anscheinend ist Benzin immer noch zu billig.

    Und wenn dann noch die ständig besoffenen Engländer merken dass irgendwo ne Party abgeht ist innerhalb von Sekunden ein Mörder-Radau überall. Nur die Funken-Mariechen fehlen!

    Am angenehmsten sind die Russen, denn soviele von denen gibt es hier nicht. Nicht genug um dieses ständige Tam Tam zu veranstalten. Anscheinend ist diese Stadt nicht interessant genug für die Aktivitäten der russischen Mafia. Also bin ich für Russland, damit ich danach in Ruhe nach Hause gehen kann. Also keine Autokorso beim Sieg heute...keiner kommt auf die Idee nachts um 23:30 noch eine Palette Aldi-Raketen vor der Tür zu starten.

    Heute werde ich also den nächsten Versuch starten, diesem Mob zu entkommen. Ich werde mit einem spanischen Kollegen in eine miese Kaschemme gehen in welche sich Touristen nicht hineintrauen. Aber sie haben hübsche fette Flimmerkisten. Und wir werden in aller Stille unserem Fussball zuschauen und nur ab und zu sinnfreie Kommentare in unsere Bärte murmeln. Und wenn ich dann im Bettchen liege, träume ich vom tristen Liga-Alltag meines FCC. Da sind diese ganzen Karnevalsaffen weg und man hat wieder seine Ruhe.

    Public Viewing für Anfänger

    Es gibt ja immer noch Leute, die pünktlich zum Halbfinale das Public Viewing für sich entdecken (wollen). Doch Vorsicht! Als Neuling bei diesem Gruppenevent kann man Einiges falsch machen. Deshalb - auf Basis realer Beobachtungen - hier die drei wichtigsten No Gos beim Public Viewing:

    NEIN - das Halbfinale Deutschland-Türkei ist kein Kaffeekränzchen! Klar, die alten Freundinnen Gisela und Ingrid aus dem Ruhrpott wolltest Du schon lange mal wieder treffen. Eine ausgiebige Begrüßung und ordentlich Tratschen ("Die Elfie hält's wohl nicht mehr lange aus bei ihrem Dieter...";) gehören da natürlich dazu. Aber bedenke: Public Viewing ist nicht Public Tratsching! Die meisten, die sich vor der Leinwand drängeln, wollen tatsächlich das Spiel und nicht den Hintern von Gisela oder die ollen Geschichten von Elfie miterleben. Deshalb: Zum Tratschen besser ins Café Keese.

    NEIN - Pfandbecher sind keine Wurfgeschosse! Klar, man hat für sie bezahlt, und irgendwo müssen die Dinger ja nach erfolgreichem Gebrauch hin. Mit ihnen lassen sich ganz prima die Sichtversperrer drei Reihen vor Dir motivieren, doch endlich mal zur Seite zu gehen ("Ey Du Asi, ich komm' da gleich rüber!";). Funktioniert auch manchmal, doch bedenke: Wer gibt, dem wird doppelt gegeben. Und das schöne Pfandgeld ist dann auch futsch.

    NEIN - beim Public Viewing bist Du nie allein! Klar, Deine 18-Mann-Clique kommt schließlich auch noch. Und da Du wieder mal der erste am Platze bist, ist Freihalten natürlich Ehrensache. 'N Bier spendieren die Kumpels bestimmt auch. Also schnell Jacke, Pullover, Rucksack, Schirm, Fahnen und Unterschenkel auf drei Bänken verteilt. Und dann die Festung verteidigen: "Nee, da is' freigehalten!" "Nee, da hinten auch noch!" "Ja, die kommen gleich noch!" Stimmt: Die Kumpels kommen pünktlich zum Spielbeginn zwei Stunden später. Eine Bank musstest Du inzwischen aufgeben, eine weitere wurde einfach abtransportiert. Und vor der dritten verbliebenen stehen die Fans mittlerweile. Merke: Freihalten lohnt sich nicht. Gruppen ab 10 Personen machen besser privates Public Viewing im heimischen Garten. Da muss man dann auch nicht Freihalten. Und 'n Bier gibt's trotzdem.

    FIIINAAAALEEEEE!!

    Mittwoch Jun 25, 2008

    Noch geht’s Uli gut

    Beim Start unseres Tippspiels haben wir Uli sanft überredet, mitzuspielen, obwohl der null Ahnung von Fußball hat – behauptet er jedenfalls.

    „OK“, sagte er schließlich, nachdem ihn wirklich alle genervt hatten, „ihr habt gewonnen, hier haste fünf Euro, ich spiel mit!“ „Trag alle Spiele mit 1:2 ein, bis zum Finale, egal wer spielt.“ „Wow, was für eine geniale Strategie“, schmunzelte ich so in mich hinein.

    Und nun? Unfassbar! Uli steht vor den Halbfinals auf Platz 3! Sein Abstand zur Tabellenspitze beträgt gerade mal 4 Punke. Genau so viele gibt es bei uns für eine exakte Vorhersage. Hinter ihm sind mindestens 25 Topfußballexperten platziert, die ihre Tipps auf Basis profunder Kenntnisse des internationalen Fußballgeschehens abgegeben haben. Und Uli macht einfach so Punkt um Punkt – ohne Ende und ohne Verstand! Ich verrate Ihnen was: Noch geht’s Uli gut. Aber wehe, es endet noch ein Spiel 1:2 und der gewinnt das Ding!

    Ich würde mit mir rechnen

    Noch drei Spiele bei der EM. Und jetzt steht fest: Ich habe total versagt! Im Tippspiel liege ich mit 18 Punkte auf Platz 6465. Der Spitzenreiter „TipStar“ hat das Doppelte auf seinem Punktekonto, nämlich 36 Zähler. Bliebe TipStar bis Sonntagabend dort oben, hätte er oder sie die Schöne Reise ins Edelhotel nach Boltenhagen gewonnen. Wenn! Denn noch haben über 700 TipperInnen rechnerisch die Chance auf den Gesamtsieg. All diese Leute haben 27 und mehr Punkte und könnten Tippstar noch überrunden. Auch wir von radioeins sind noch mit einen Tipper dort oben im Rennen. Unser Producer „Stephane“ (Stephan Lindner) hat es auf bisher 27 Punkte gebracht.
    In der radioeins-Mannschaft ist er die Nummer 1. Noch könnte ich ihn einholen in unserem internen Wettbewerb, wenn ich in jedem der drei Spiele drei Punkte mache und er stets leer ausgeht und die vielen anderen radioeins-Leute, die noch vor mir liegen in der Wertung, auch schön schlecht abschneiden. Ich jedenfalls würde mit mir rechnen. Heute Abend verkürze ich den Rückstand auf Stephane. Deutschland gewinnt 2:0.

    Das letzte Aufbäumen – Kamikazetippen

    Wäre das Spiel noch 10 Minuten gelaufen, hätten die noch ein Tor mehr geschossen oder die anderen gar keins. Wenn der doofe Torwart nicht in der letzten Minute einen unhaltbaren gehalten hätte! Ja, ich weiß, eigentlich haben Sie gar nicht so schlecht getippt. War ein bisschen Pech dabei, da stimme ich Ihnen zu! Eigentlich sind Sie völlig unverschuldet im untern Drittel oder im grauen Mittelfeld Ihres Tippspiels gelandet.

    Jetzt hilft Ihnen nur noch eins: Kamikazetippen! Schlimmer kann es schließlich nicht mehr werden, oder? Wenn Sie jetzt wie die Herde tippen, werden Sie da stehen bleiben, wo Sie sind. Denn ihre Kollegen sind die Herde! Und die bekommen dann genau so viele oder wenige Punkte wie Sie.

    Als Administrator unseres Tippspiels kann ich als einziger sehen, wie die Kollegen getippt haben. Ich hab da mal für Sie reingeschaut. (Sagen Sie das bitte nicht weiter!) Ob Sie es glauben oder nicht – 99 % aller Kollegen tippen heute auf einen Sieg für Deutschland gegen die Türkei. Die Standardergebnisse sind 1:0, 2:0, 2:1, 3:0 und 3:1. Im anderen Halbfinale tippen 70% auf Spanien, fast der Rest auf Russland. Einer tippt unentschieden. Elfmeterschießen wird bei uns nicht gewertet. Bei uns könnte dieser Kollege also als einziger 4 Punkte machen. So viele gibt’s für eine exakte Voraussage. Ein vorbildlicher Kamikazetipper!

    Wenn Sie ordentlich ein paar Plätze gut machen wollen, sollten Sie also z.B. 3:2 für die Türkei und 4:1 für Russland tippen. Wenn Ihnen das unangenehm ist, könnten Sie natürlich auch 5:0 oder gar 6:1 für Deutschland tippen. Aber wäre das wirklich ein Kamikazetipp? Egal, was Sie machen, kein Kollege hat eines dieser Ergebnisse getippt, wetten! Und wenn Sie schon dabei sind, tippen Sie doch gleich das Finale mit, am besten 5:2 – egal wer spielt!