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  • Montag, 22. Februar 2010

    Berlinale-Nachlese: Die Jungen nach vorn

    (Foto: snapshot-photography)
    Regisseur Babak Najafi gewinnt den "First Feature Award" für "Sebbe"(Foto: snapshot-photography / Seeliger)


    Berlinale-Nachlese von Knut Elstermann

    Gespräch mit Knut Elstermann

    Man möchte in diesem Jahr nicht nur den Bären-Gewinnern gratulieren, sondern auch einer Jury, die mit sicherem Gespür die Perlen im Wettbewerb aufspürte und damit für einen seltenen Konsens sorgte. Der Goldene Bär ging an "Honig" von Semih Kaplanoglu, eine türkisch-deutsche Koproduktion. Der Film war der eindeutige Favorit in fast allen Kritiker-Umfragen. Die berührende Vater-Sohn-Geschichte überzeugte mit großer Intensität und Innigkeit, mit der die familiären Verhältnisse in der ländlichen Türkei geschildert wurden. Semih Kaplanoglu vollendete damit seine poetische Trilogie über das Reifen eines dichterischen Talents. Mit Silbernen Bären wurden die beiden Darsteller des russischen Beitrages "Wie ich diesen Sommer beendete" von Alexei Popogrebsky geehrt. Grigory Dobrygin und Sergej Puskepalis gestalten eindringlich das konfliktreiche Verhältnis zweier Männer auf einer einsamen Wetterstation, ein großes, psychologisch fein lotendes Drama, glänzend fotografiert. Sehr zu Recht erhielt der Kameramann Pavel Kostomarov ebenfalls einen Silbernen Bären.

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    Sonntag, 21. Februar 2010

    Panorama Publikumspreis für Regisseurin Lucie Walker




    Im Interview die Regisseurin Lucie Walker, die mit ihrem Film "Waste Land" den Panorama Publikumspreis in diesem Jahr gewonnen hat.

    Samstag, 20. Februar 2010

    Goldener Bär geht an "Bal" (Honig)


    Interview mit dem Regisseur des Filmes "Bal", Semih Kaplanoglu

    Der Goldene Bär für den Besten Film geht an den Film Bal (Honig) von Regisseur Semih Kaplanoglu (Produzent Johannes Rexin) und ist eine  türkisch-deutsche Coproduktion. Der Film erzählt die Geschichte einer Familie in einer abgelegenen Berglandschaft, die sich versuchen als Imker über Wasser halten. Als ein mysteriöses Bienensterben einsetzt und die Lebensgrundlage der Familie gefährdet, sucht Yakub, der Vater, in den Bergen einen neuen Standort und lässt seinen sechsjährigen Sohn und seine Frau allein zurück. Der Regisseur lernte Bora Altaş, der den Jungen Yusuf spielt, zufällig bei Beginn der Dreharbeiten kennen, nachdem das Team schon monatelang in der Gegend gecastet hatten. Er wusste sofort, das er der Richtige für die Rolle ist. „Bal“ (Honig) ist der Abschluss einer Filmtrilogie von Semih Kaplanoglu für den es der größte Preis ist, dass er diese Filme überhaupt drehen durfte. 

    Drei Silberne Bären für russischen Film


    Drei Silberne Bären für den russischen Wettbewerbsbeitrag (Foto: snapshot-photoraphy)

    Der Silberne Bär für den Besten Darsteller geht ex aequo and die Schauspieler: Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis
    für ihre Rollen im Film Kak ya provel etim letom (How I Ended This Summer) von Regisseur Alexej Popogrebski, Russische Föderation 2010. Außerdem erhält Kameramann Pavel Kostomarov den Silbernen Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung
    für die Kamera im Film Kak ya provel etim letom. Damit erhält der Film gleich drei Silberne Bären.

    Die Bären im Berlinale-NightTalk bei radioeins


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    Silberner Bär und Alfred Bauer Preis für rumänischen Film

    Der  rumänische Film If I want to whistle, I whistle erhielt gleich zwei Preise: Den Alfred-Bauer-Preis und den Silbernen Bären / Großer Preis der Jury.

    If I want to whistle, I whistle - Regisseur und Darsteller (snapshot-photography)

    Der Film erzählt Geschichte eines jugendlichen Straftäters, der aus dem Gefängnis flieht, um seinem jüngeren Bruder zu helfen. Die männliche Hauptrolle wird von George Piştereanu, einem Laiendarsteller, gespielt. Regisseur Florin Serban arbeitete auch mit Insassen eines Jugendgefängnisses. Hinter den eindrucksvoll gespielten Szenen steckte monatelange, intensive Arbeit mit den Schauspielern.

    Silberner Bär für das Beste Drehbuch für "Apart Together"

    Wang Quan'an (Foto: snapshot-photography)

    Nachdem er 2007 bereits den Goldenen Bären mit Tuyas Hochzeit gewonnen hattte, erhielt der chinesische Regisseur Wang Quan'an diesmal einen Silbernen Bären für das Beste Drehbuch für seinen Film "Apart Together", der als Eröffnungsfilm auf der Berlinale lief. Wie beim Goldenen Bären will er auf den Erfolg "... trinken, bis er vom Stuhl hinten runter kippt..."

    First Feature Award für Sebbe von Babak Najafi

    Interview mit Regisseur Babak Najafi zum Gewinn des "First Feature Award" 

    Neukölln Unlimited gewinnt Gläsernen Bären


    Das Team von "Neukölln Unlimited" mit Gläsernen Bären im NightTalk

    „Neukölln Unlimited“ ist ein Dokumentarfilm über zwei libanesische Geschwister, die - in Berlin-Neukölln aufgewachsen - mit der ständigen Gefahr einer Abschiebung leben. In der Sektion "Generation 14+" gewann die rbb/arte-Coproduktion den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm. Das Team kam mit der Trophäe in den Berlinale NightTalk, um über ihre großartige Erfahrung zu berichten und an die Politik zu appellieren, die gängige Abschiebepraxis zu ändern.

     

    Kritiker-Bilanz: Langsamer Puls

    Unsere Kritiker Katja Nicodemus (Die Zeit) und Stephan Karkowsky (radioeins) ziehen Berlinale-Bilanz im Berlinale-NightTalk. Für Katja Nicodemus war es eine Berlinale mit vielen Entdeckungen ohne große Bilder im Wettbewerb. Stephan Karkowsky empfand die „große Filmkunst“ zum Teil als quälend. Einig waren sich beide, das “Bal“ zurecht gewonnen hat und die allgemeine Kritik an Oskar Roehlers Film „Jud Süß- Film ohne Gewissen“ überzogen sei. Und dann gab es da noch Sex ohne Vorspiel,  Schmerbäuche und hässliche Frisuren ….

    Gespräch mit Katja Nicodemus und Stephan Karkowsky

    Silberner Bär für Beste Darstellerin


    Shinobu Terajima (Foto: dpa)

    Der Silberne Bär für die Beste Darstellerin geht an die Schauspielerin
    Shinobu Terajima für ihre Rolle im Film "Caterpillar"

    Die Preisträger der Berlinale



    Der Goldene Bär
    geht an den Film Bal (Honey) von Regisseur Semih Kaplanoglu, Produzent Johannes Rexin (Türkei / Deutschland 2009)

    Silberner Bär / Großer Preis der Jury: Eu cand vreau sa fluier, fluier (If I Want To Whistle, I Whistle)
    Regie: Florin Serban, Rumänien / Schweden, 2009

    Silberner Bär für die Beste Regie: Roman Polanski für  The Ghost Writer
    Frankreich, Deutschland, Großbritannien, 2009

    Silberner Bär für die Beste Darstellerin: Shinobu Terajima  für ihre Rolle in dem Film “Caterpillar“

    Silberner Bär für den Besten Darsteller: Grigori Dobrygin und  Sergei Puskepalis
    für Kak ya provel etim letom (How I Ended This Summer)

    Silberner Bär für das Beste Drehbuch: Apart Together von Wang Quan´n

    Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung: Pavel Kostomarov
    für die Kamera im Film Kak ya provel etim letom (How I Ended This Summer)von Regisseur Alexej Popogrebski, Russische Föderation 2010

    Alfred-Bauer-Preis: Eu cand vreau sa fluier, fluier (If I Want To Whistle, I Whistle)
    Regie: Florin Serban, Rumänien / Schweden, 2009

    First Feature Award: Regisseur Babak Najafi für diene Film “Sebbe”

    Berlinale-NightTalk mit Knut Elstermann von 21 bis 23 Uhr

    Ab 21 Uhr begrüßt Sie Knut Elsterman live aus der MaxxBar am Potsdamer Platz zum Berlinale-NightTalk. Mit unserer Kritikerrunde ziehen wir Bilanz und erwarten hoffentlich viele Preisträger ....

    Gläserne Bären und Preise des Deutschen Kinderhilfswerkes bei Generation Kplus

    Die Gläsernen Bären und Preise des Deutschen Kinderhilfswerkes bei Generation Kplus gehen an die Filme:

    Gläserner Bär für den besten Film
    Shui Yuet Sun Tau von Alex Law, Hongkong / China 2009
    Lobende Erwähnung : This Way of Life von Thomas Burstyn, Neuseeland / Kanada 2009

    Gläserner Bär für den besten Kurzfilm
    Franswa Sharl von Hannah Hillard, Australien 2009
    Lobende Erwähnung : Indigo von Jack Price, Großbritannien 2009

    Großer Preis des Deutschen Kinderhilfswerks für den besten Spielfilm,
    Boy  von Taika Waititi, Neuseeland 2010
    Lobende Erwähnung : Yeo-haeng-ja  von Ounie Lecomte, Republik Korea / Frankreich 2009

    Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks für den besten Kurzfilm

    Apollo von Felix Gönnert, Deutschland 2010
    Lobende Erwähnung : The Six Dollar Fifty Man von Mark Albiston und Louis Sutherland, Neuseeland 2009

    Das Filmmagazin "Zwölf Uhr mittags" vom 20.2.

    Peter Beddies hat die Stars dieser Berlinale interviewt +++ Invictus - Anke Leweke über den neuen Clint Eastwood +++ Panorama Publikumspreis geht an „Waste Land“ +++ Gläserner Bär für „Neukölln Unlimited“ +++ 40 Jahre Forum +++ Die Friseuse +++ Buch über Brigite Helm

    Zusammenschnitt der Sendung